Piz Cambrena & Piz Palü

Vom 26. - 28. Juni war ich mit Damian Göldi im Graubünden trainieren. Am Freitag Abend gab es als erstes einen zügigen Berglauf auf die Stauberenfirst im Alpstein. Eine Pizza und die Weiterfahrt nach Pontresina gaben einen würdigen Abschluss dieses Tages. Am Samstag gönnten wir uns einen flotten Trip über die kurze Firn - und Eiswand auf den Piz Cambrena 3602m. Wir bemerkten erst Zuhause, dass wir fälschlicherweise dem Gipfel den Vorgipfel vorzogen. Der Abstieg erfolgte zügig übers Wändli. Irgendwo auf dem Gletscher seilten wir wieder an, hat es doch einige heimtückische Längsspalten gehabt die sich uns öffneten. Ein feines Trek'n'Eat Abendessen gewürzt mit einigen kurzen Schauern rundete den gemütlichen Abend im neuen Zelt (Hogan UL) von Vaude ab.

Dank der äusserst guten Wärmeleistung unserer neuen Thermarest NeoAir Matten und den komfortablen Schlafsäcken verschoben wir den Wecker 3mal. So kam es dass wir erst um 06:00 unser Zelt in Richtung Piz Palü "Spinaspfeiler" verliessen. Auf dem Gletscher rettete ich eine vereinsamte Thermosflasche. Vielleicht gehört sie ja den Italienern weiter oben? Am Einstieg haben wir diese eingeholt. Sie kämpfen gerade mit dem Bergschrund, verneinen jedoch dass dies ihre Flasche ist. Na dann, so kommt sie halt mit hinauf. Es gibt ja noch eine Seilschaft oben. Wir attackieren den Bergschrund weiter oben und haben Erfolg. Zuerst geht es gemütlich ein Firncouloir hinauf. Der Spindrift sorgt für die nötige Abkühlung. Nachdem man auf die östliche Pfeilerseite gelangt kommt die Sonne und es beginnt der Spass. Einige schöne, doch noch relativ spannende Felsseillängen folgen. Immer unterbrochen von ein wenig Firn. Das Ambiente ist schön, die Tour auch...Plaisir alpin! Irgendwann um 12:30 Uhr erreichen wir den Ausstieg. Wir überschreiten die beiden weiteren Palü Gipfel und gelangen über die Normalroute zurück zum Zelt. Meiner Hilfsbereitschaft sei Dank, bemerke ich erst hier dass die Thermosflasche nicht dicht war und ich nun 1.5L Tee im Rucksack verteilt habe. Zum Glück haben es die Kleider ein wenig aufgesaugt ;-) Der Gegenaufstieg zur Diavolezza zieht sich wie noch häufig in die Länge...Ein gelungenes Training für unsere Expedition neigte sich somit dem Ende zu! Merci Damian, het gfägt!

Herzlichen Dank an Kletternschweiz für das neue Material!

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