Zweite Juli-Hälfte

In der letzten Zeit war ich sehr häufig unterwegs. Unter anderem unternahm ich folgende "Fun-Touren":

 

Dôme de Miâge Überschreitung in Chamonix, Mönch Überschreitung mit Raphael, Sportklettern im Lehn und den Balmhorn Gitzigrat (Abbruch auf 3400m). Dazwischen war ich noch mit Beat in Finale Ligure in Italien am klettern. Das Wetter war natürlich sehr warm und so kamen mir diese Erholungsferien sehr zu gute. Wir hatten auf jeden Fall wie immer eine sehr lustige Zeit in Italien. Nun heisst es nochmals vollgas im Training bevor wir am 18. August starten.

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Vorbereitung Peru

Die Prüfungen sind nun bereits seit 2 Wochen vorbei :) Anschliessend war ich eine Woche lang ein Kletterlager des SAC Grosshöchstetten leiten. Zusammen mit Ephraim Rindlisbacher hatte ich die "älteste" Gruppe. Dementsprechend coole Touren konnten wir unternehmen.


Am Sonntag kletterte ich im Alleingang als Erholungstour die Lobhorn Überschreitung. Leider bemerkte ich erst unten, dass ich meine GoPro beim letzten Abseilstand vergessen habe. So legte ich am Montag Morgen erneut einen Sprint an die Lobhörner. Start um genau 08:00 Uhr in Sulwald 1530m. Um 10:05 Uhr erreichte ich das Gross Lobhorn 2565m, nach dem ich die ganze Überschreitung nochmals kletterte. Die Kamera lag noch genau dort wo ich sie erwartete. Um 11:20 Uhr war ich wieder in Sulwald. Diese Tour kann ich sehr empfehlen, gemütliche Kletterei mit super Aussicht bis 4c (5 Längen 4b/4c, Rest im 2./3. Grad). Am Abend traf ich mich zuhause mit Damian. Wir gingen noch eine Runde klettern.


Am Dienstag, 14.07.15 ging es zusammen mit Damian nach Arolla, um am Mittwoch den Mont Collon über desen traumhaften SE-Sporn zu besteigen. Eine, wunderschöne und sehr urtümliche Tour in einer einzigartigen Landschaft! Keine Bolts, nur selten ein Schlaghaken, alpin ein Traum...! :-) Auf dem Gipfel gönnten wir uns eine ausgiebige Pause, in der Meinung wird hätten einen gemütlichen Abstieg vor uns. Nach 45min Spurensuche fanden wir dann auch den ersten Abseilstand durch die Westflanke. Nach einigen brüchigen Abseilern gelangten wir auch irgendwann auf den Gletscher. Der nachmittägliche Aufstieg auf den Col de l'Evêque war nochmals spassig. Einige Spalten sind wir vorsichtshalber umgangen. Anschliessend folgte der Abstieg ins Zelt. Die nüchterne Einsicht dass wir unser Zeitmanagement verbessern müssen kam uns erst hier ;) Am nächsten Tag schliefen wir aus und gaben uns dann beim drytoolen in Wimmis noch den Pump in den Unterarmen. Eine weitere tolle Woche liegt hinter uns!

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Piz Cambrena & Piz Palü

Vom 26. - 28. Juni war ich mit Damian Göldi im Graubünden trainieren. Am Freitag Abend gab es als erstes einen zügigen Berglauf auf die Stauberenfirst im Alpstein. Eine Pizza und die Weiterfahrt nach Pontresina gaben einen würdigen Abschluss dieses Tages. Am Samstag gönnten wir uns einen flotten Trip über die kurze Firn - und Eiswand auf den Piz Cambrena 3602m. Wir bemerkten erst Zuhause, dass wir fälschlicherweise dem Gipfel den Vorgipfel vorzogen. Der Abstieg erfolgte zügig übers Wändli. Irgendwo auf dem Gletscher seilten wir wieder an, hat es doch einige heimtückische Längsspalten gehabt die sich uns öffneten. Ein feines Trek'n'Eat Abendessen gewürzt mit einigen kurzen Schauern rundete den gemütlichen Abend im neuen Zelt (Hogan UL) von Vaude ab.

Dank der äusserst guten Wärmeleistung unserer neuen Thermarest NeoAir Matten und den komfortablen Schlafsäcken verschoben wir den Wecker 3mal. So kam es dass wir erst um 06:00 unser Zelt in Richtung Piz Palü "Spinaspfeiler" verliessen. Auf dem Gletscher rettete ich eine vereinsamte Thermosflasche. Vielleicht gehört sie ja den Italienern weiter oben? Am Einstieg haben wir diese eingeholt. Sie kämpfen gerade mit dem Bergschrund, verneinen jedoch dass dies ihre Flasche ist. Na dann, so kommt sie halt mit hinauf. Es gibt ja noch eine Seilschaft oben. Wir attackieren den Bergschrund weiter oben und haben Erfolg. Zuerst geht es gemütlich ein Firncouloir hinauf. Der Spindrift sorgt für die nötige Abkühlung. Nachdem man auf die östliche Pfeilerseite gelangt kommt die Sonne und es beginnt der Spass. Einige schöne, doch noch relativ spannende Felsseillängen folgen. Immer unterbrochen von ein wenig Firn. Das Ambiente ist schön, die Tour auch...Plaisir alpin! Irgendwann um 12:30 Uhr erreichen wir den Ausstieg. Wir überschreiten die beiden weiteren Palü Gipfel und gelangen über die Normalroute zurück zum Zelt. Meiner Hilfsbereitschaft sei Dank, bemerke ich erst hier dass die Thermosflasche nicht dicht war und ich nun 1.5L Tee im Rucksack verteilt habe. Zum Glück haben es die Kleider ein wenig aufgesaugt ;-) Der Gegenaufstieg zur Diavolezza zieht sich wie noch häufig in die Länge...Ein gelungenes Training für unsere Expedition neigte sich somit dem Ende zu! Merci Damian, het gfägt!

Herzlichen Dank an Kletternschweiz für das neue Material!

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Chumanda - Save mountain lifes!

Das Erdbeben vom 25. April 2015 in Nepal war und ist weiterhin verheerend. Zusammen mit Kathleen Zabel gründete Roman Hutzli den Verein "Chumanda". Gemeinsam mit ihrem Kontakt Shyam Lamichhane in Nepal sind erste Sofortmassnahmen eingeleitet und umgesetzt worden. Es konnten bereits 150 Personen im Distrikt Nuwakot mit Nahrungsmitteln, Wasser und Zeltplanen versorgt werden.


Der Monsun steht unmittelbar bevor und vorerst gilt es, die Menschen in den betroffenen Regionen mit Zelten, Planen, Decken, Nahrungsmitteln etc. zu versorgen. 


Dafür wird Deine / Eure Unterstützung benötigt:


http://www.chumanda.ch/


Herzlichen Dank für Deine / Eure Unterstützung in Nepal!

Les Courtes - Nordwand

Nachdem ich am Montag in 12h Arbeit einen Teil der LAP abgeschlossen hatte, nahm ich kurzerhand frei und fuhr am Dienstag ein weiteres Mal nach Chamonix. In Argentière stieg ich in die Bahn hinauf zur Aig. de Grand Montets und fuhr die Buckelpiste hinunter auf den Argentière Gletscher. Ich fellte auf und marschierte gemütlich in das Gletscherbecken hinein. Gerade unterhalb der Courtes Nordwand fand ich einen tollen Schlafplatz. Am nächsten Tag stieg ich um 06:30 Uhr los Richtung Nordwand mit dem Ziel "Schweizerführe". 3 Seilschaften waren bereits am klettern. Sie befanden sich in an der Schlüsselstelle. Über Styroporschnee und einigen kurzen Aufschwüngen bis 70° erreichte ich bald diese Stelle. Hier wartete ich eine Zeit lang. In den beiden Crux-Längen sicherte ich mich. Danach folgte ein hartes, 100m langes Eisfeld dass ich zügig durchkletterte. Nun kam nochmals ein Abschnitt mit mehreren steilen, kurzen Aufschwüngen bis 65°. Das Eis war dünn und von oben kam viel Spindrift. Nach diesen 100m stiess ich auf einen Grat in der Wand. Hier brannte die Sonne und nach 150m erreichte ich mit Wadenbrennen um 12:10 Uhr den Ausstieg der Wand. Über einen steilen Eisgrat ging es nochmals 100m aufwärts. Ein letzter Grat und ich stehe um 12:40 Uhr auf dem Gipfel der Courtes. Zurück beim Zelt räumte ich alles zusammen und genoss im Abendlicht eine wunderschöne Abfahrt nach Argentère. Ein pefekter Tag neigte sich dem Ende zu!

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Harder - Ein erster Test

Gestern Samstag fühlte ich mich genügend stark, um mich einem ersten physischen "Test" zu unterziehen. So stieg ich bei allerbestem Frühlingswetter um 12:30 Uhr in Interlaken los und erreichte bereits um 13:45 Uhr das momentan geschlossene Restaurant des Harder's. Unglaublich, ich hatte weder Schmerzen noch sonstige Probleme. Ich konnte es kaum fassen, dass ich bereits so gut gehen kann. Einfach wunderbar! Meine Kondition ist zwar nicht mehr so toll, aber dennoch bin ich mehr als zufrieden mit den 800hm in 1h und 15min nach 6 Wochen "Zwangserholung". Der Abstieg war in 45min problemlos bewältigt. Auch hier verlief alles reibungslos. Denn zuerst hatte ich noch etwas Respekt von den Schlägen im Abstieg, doch schlussendlich konnte ich sogar leicht joggend flache Passagen zurücklegen. In Interlaken angekommen, hatte ich nun doch etwas müde und schwammige Beine. Einmal mehr gönnte ich mir mit einem Lächeln im Gesicht eine feine Kaffee-Glacé.


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Aufbau

Mir geht es soweit bestens! Seit 2 Wochen habe ich praktisch keine Schmerzen mehr. Deshalb habe ich auch gleich mit dem Training begonnen. Dies jedoch noch eher vorsichtig, da der Ellenbogen zuerst vollständig verheilen muss.

 

Gestern war ich auf der Seilibühl im Gantrisch. Mit den montierbaren Steigeisen für die Krücken geht das wunderbar! So werde ich in nächster Zeit sicherlich den einen oder anderen Gipfel im "Humpelstyl" besteigen.

 

Voraussichtlich kann ich die Stöcke in 2 Wochen mehrheitlich beiseite legen, was mir ein etwas vielseitigeres Training (saubere Trainingsräume sei Dank) ermöglichen wird.

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Unfall Schafberg 14.02.2015

Vor 4 Wochen hatte ich am Wildhauser Schafberg in der klassischen Route "Frospfeiler" einen Sturz mit anschliessendem Grounding. Zusammen mit Roman Hutzli war es der Plan, den Frospfeiler trad zu klettern. Auf ca. 12m löste sich ein Camalot. Die folgenden Sicherungen wurden ebenfalls herausgerissen und ich landete auf dem Boden. Dabei zog ich mir beim Becken einige Brüche zu. Nach einer Woche im Spital durfte ich bereits nach Hause, wo ich mich mittlerweilen sehr gut erholt habe und bestem Weg der Besserung bin.

 

Da der Unfall auf Grund mehreren Fehlern passiert ist, habe ich mich dazu entschlossen, einen ausführlichen Bericht zum Geschehenen zu veröffentlichen, damit aus diesen Fehlern gelernt werden kann.

 

Unten findet sich die vollständige Unfallanalyse in PDF-Form zum Download sowie einige Bilder vom Unfalltag.

 

Download
Schafberg.pdf
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Eisklettern

In den letzten Wochen war ich vermehrt in erstarrten Wasserfällen anzutreffen. Vorwiegend rund um Kandersteg. Das Eis hat sich nach dem dürftigen Saison Start nun doch noch entwickelt und lädt endlich  dazu ein, erklettert zu werden. Als erstes waren wir am Öschinensee und im Sagiwald bei der Sunnbüel. Dann folgte "Pingu" im Öschiwald als Feierabendtour mit Stirnlampe. Tagsdarauf nochmals "Pingu", dann "Rattenpissoire" und zum Schluss noch "Namenlos". Überall ausgezeichnete Eisverhältnisse! Letzten Samstag war ich mit Ephraim Rindlisbacher im ruhigen Gasterntal, wo man entgegen dem Öschiwald (fast) alleine ist. Neben Lawinen, Regen aus dem Eisfall und viel Eisschlag versuchten wir "Black Nova" zu klettern. Dies gelang uns auch, bis auf die letzten 1.5 Längen. Diese waren uns einfach zu heikel, da es zu nass und blumig war. Gestern statteten wir dem Kiental einen Besuch ab. Zuerst kletterten wir eine schöne, kurze Säule. Dann eine kurze Mixedroute. Anschliessend versuchte ich mich in "Elvis" M9, welche ich noch nicht sturzfrei machen konnte. Zum Schluss kletterten wir die super schöne 3 Seillängen Tour "Kei Frauä kei Gschrei".

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Gemsfluh 2154m - Nordwand

Heute kletterte ich zusammen mit Ephraim Rindlisbacher durch die schöne Nordwand der Gemsfluh 2154m im Gantrisch Gebiet. Wir waren in der Route "Mottes Occultes" unterwegs. Das spezielle daran ist, dass man vielfach in gefrorenen Grasbüscheln klettert. Diese hielten jedoch (meistens) gut und wir hatten viel Spass beim klettern. Zu beachten ist jedoch, dass diese Route nach Neuschnee eher heikel ist, da man die vorhandenen Bohrhaken nicht findet. Und absichern mit Friends und Keilen ist schlicht fast nicht möglich. Auch wir hatten heute Probleme beim finden der Haken sowie Standplätze, was mir sogar einmal einen etwas unsicheren Pickelstand einbrachte. Nichts desto Trotz hatten wir eine Menge Spass!

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