Der Entscheid kurzerhand von Peru nach Bolivien zu verschieben war goldrichtig! Ein neues Land, eine neue Kultur und viele neue Herausforderungen.

Die Zeit war schlicht genial! Ich durfte eine super Zeit in den Bergen mit coolen Leuten verbringen und am Ende sogar noch den Dschungel und die Pampas besuchen, ein super Abschluss von einer eindrücklichen Zeit alleine in Südamerika.

Rund um die Laguna Glaciar

Nach einem kurzen Organisationsmarathon in La Paz führte mich die Reise in einem "Collectivo" (ein VW Bus ähnliches Vehikel mit vielen Personen) nach Sorata, ein wunderschönes Dorf zwischen vergletscherten Bergen und grünem Dschungel. Als ich mit einem Mula hinauf wanderte traf ich doch tatsächlich auf Damian und Jenny. Welch ein Wunder... wir beschlossen zusammen eine Tour zu unternehmen. So kletterten wir über den vergletscherten Pequeño Yacuma, ein wunderschöner Felsgrat inmitten einer eindrücklichen Berglandschaft. Als Damian wieder abreiste war ich alleine. Es war ein schönes wenn auch etwas beklemmendes Gefühl. Das Wetter war sehr launisch, es schneite Abends teilweise und gewitterte in der Nacht. Ich versuchte mich am Ancohuma, musste jedoch wieder zurückkehren. Ein weiteres Mal kletterte ich den schönen Felsgrat und machte mich anschliessend wieder auf den Weg zurück nach La Paz.

Nev. Illimani - 6438m

Zusammen mit Damian und Jenny bestieg ich über die Normalroute vom "Highcamp Nido de Condores" den Illimani. Die Route war zwar einfach, jedoch landschaftlich sehr eindrücklich und erlebnisreich. Doch wie immer, das Gesamterlebnis mit der Anreise durch die tiefen Schluchten nach La Paz war unglaublich schön.

Huayna Potosi - 6088m (Speed Solo)

Eine letzte Bergtour führte mich auf meinen vierten 6000er, den Huayna Potosi. Dadurch dass er bei Reisenden sehr beliebt ist, findet man eine Infrastruktur wie Hütten und Wanderwege vor. So gönnte ich mir den Komfort und verbrachte eine heiteren Abend mit Amerikanern, Australiern, Deutschen und vielen weiteren internationalen Hüttengästen. Am Morgen gingen alle um 01:00 Uhr los, doch es schneite und windete kräftig. Mir war das etwas zuwider und ich schlief gemütlich weiter bis um 05:00 Uhr. Da klarte es auf und ich startete. Obschon ich mich auf dem Gletscher heftig verlief (die Spur wurde durch den Schnee und Wind zugeweht) konnte ich nach einigem suchen wieder auf den optimalen Weg zurückfinden. Dafür wurde ich mit einem wunderbaren Sonnenaufgang belohnt. Die Route ist sehr einfach, so war ich um 09:00 Uhr bereits wieder unten und pünktlich zum Mittagessen zurück in der lebendigen Hauptstadt La Paz.

Dschungel und Pampas in Rurrenabaque

Schon immer wollte ich einmal den Dschungel besuchen und Tiere beobachten. Zum Abschluss gönnte ich mir genau dies, und zwar in der Region rund um Rurrenabaque.

 

Nach einem 40 Minütigen Flug von La Paz in einer kleinen Propellermaschine landete ich im tropischen Klima. Phu, was für eine Umstellung zu vorher... von "Mashaquipe", meinem gewählten Reiseanbieter wurde ich abgeholt und direkt zum Büro im Dorf gebracht. Es war sehr warm, regnete leicht... vorne weg, Mashaquipe kann ich sehr empfehlen! Sie arbeiten sehr professionell und die Guides sprechen Englisch (gut für Leute die dem Spanischen nicht mächtig sind). Des Weiteren sind die Einrichtungen und der Umgang mit der Natur und den Tieren sehr vorbildlich und umweltbewusst! Es ist gewisse Vorsicht angebracht, es gibt Anbieter die illegal Touren im Dschungel mit Gästen unternehmen. Auch wenn Mashaquipe teuerer ist, es lohnt sich hier etwas Geld zu investieren!

Rund um den Rio Yacuma (auch Rio Anaconda genannt) verbrachten wir mit unsrem Guide 3 mega interessante Tage. Die Anaconda fanden wir leider nicht, dafür sahen wir einen Haufen andere Tiere wie Kaimane, Affen und besondere Vögel!

 

Nach diesem wunderschönen Abschluss reiste ich zurück nach La Paz und anschliessend via Lima wieder in die Schweiz. Es waren 2 geniale Monate!